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Das Baugrundstück liegt in Halbhöhenlage auf einer Terrasse über dem
Neckartal im Esslinger Stadtteil Zell als Teil der ökologischen
Modellsiedlung „Sonnensiedlung Egert“.
Als kompakter
Stadtteilkörper liegt die Siedlung auf einer Geländestufe im Grünen an
den südlichen Hängen des Schurwalds in landschaftlich reizvoller
Umgebung: im Norden der Schurwald, auf der Südseite das Neckartal mit
weitem Ausblick bis zum blauen Band der Schwäbischen Alb, im Westen
reicht die Sicht bis zur Landeshauptstadt.
Die freie Landschaft als
Nachbar ermöglicht ein naturverbundenes Wohnen direkt am Waldrand,
zwischen Streuobstwiesen und Kleingartenanlagen.
Durch das
vorgegebene Baufenster ist eine optimale Ausrichtung des Hauses nach
Süden gewährleistet, eine wichtige Voraussetzung zur Errichtung eines
Passivhauses.
Auf der Nordseite steht das Haus auf der
Grundstücksgrenze; dadurch wird trotz verhältnismäßig kleiner
Grundstücksfläche auf der Südseite ein ausreichend großer, gut nutzbarer
Gartenbereich freigehalten.
Von der Straße grenzt sich der Garten
durch einen schmalen, langgezogenen Abstellraum ab, den
sogenannten „Gartenschrank“, auf ganze Länge durch Schiebetore
öffenbar. Dieser dient auch als Kellerersatzraum, da aus
Kostengründen auf die Unterkellerung des Hauses verzichtet wurde. Ein
langgestrecktes Vordach verbindet diesen Bereich mit dem Hauseingang und
alles miteinander zu einer selbstverständlichen Einheit, die sich vom
öffentlichen Straßenraum sichtbar abgrenzt ohne abzuschließen. Der
so dreiseitig von Raumkanten umschlossene Garten erhält eine intime
Anmutung.
Die innere Aufteilung des zweigeschossigen Baukörpers
weicht vom üblichen Standard ab:
Zugunsten einer großzügigeren
Raumaufteilung sollte möglichst auf reine Flurbereiche verzichtet
werden; dadurch ergibt sich auf beiden Etagen jeweils eine Mischung von
Wohn- und Schlafbereichen.
Im Erdgeschoß gelangt man beim Betreten
direkt in eine großzügige Wohnküche mit vorgelagerter Terrasse,
den zentralen Aufenthaltsraum während des Tages: offene Küche, großer
Esstisch und Platz zum Relaxen; die kommunikative Mitte des Hauses.
Von
diesem Raum aus direkt zugänglich sind Gästebad, Garderobe, großes
Badezimmer sowie das Elternschlafzimmer, dieses mit direktem
Gartenzugang.
Außerdem startet aus der Wohnküche die Treppe ins
Obergeschoss, die oben in den kombinierten Wohn- und Arbeitsraum führt.
Während sich der Außenbezug im Erdgeschoss überwiegend auf den
eigenen Gartenbereich richtet, kann man im Obergeschoss durch seine
erhöhte Lage besonders gut die Aussicht in die landschaftlich reizvolle
Umgebung genießen. Darüber hinaus bietet der Wohnraum auf der oberen
Etage vor allem am Abend eine intimere Atmosphäre, da er allein durch
die Höhe vor direkten Einblicken geschützt ist.
Vom Wohnraum aus
gelangt man in die beiden benachbarten Kinderzimmer, die zunächst noch
verbunden sind, aber im Bedarfsfall einfach voneinander getrennt werden
können.
Pictures: Gerd Jütten - Fotodesign.de